Klimaschutz mit Strategie

Bereits seit 2011 arbeitet die Gemeinde Ubstadt-Weiher mit der Umwelt- und Energieagentur des Landkreises Karlsruhe (UEA) zusammen. Mit ihr zusammen richtete man ein Energiemanagement für die gemeindeeigenen Gebäude ein. Der Gemeinderat stimmte nun in seiner jüngsten Sitzung der Aufnahme weiterer gemeindeeigener Gebäude in das Energiemanagement zu.

Dadurch lassen sich künftig noch genauer die Energieverbräuche nachvollziehen. Das Energiemanagement ist dabei nur ein Teil, wenngleich auch eine wichtige Säule, des anvisierten Klimaschutzkonzepts, welches durch den neuen Klimaschutzbeauftragten der Gemeinde, Angelo Castellano, erarbeitet wird.
Zu einer funktionierenden Klimaschutzstrategie gehört laut Castellano auch die Erstellung eines Energie- und Wärmeplans. Grundlage dafür ist eine Ist-Analyse der aktuellen Wärme- und Sanierungsbedarfe. Am Ende ergebe sich daraus eine Karte, auf der erkennbar sei, in welchem Gebiet welche Energieversorgung am sinnvollsten sei, so Melanie Meyer von der UEA. Auch die Einführung einer Energie- und Wärmeplanung wurde einstimmig vom Gemeinderat beschlossen.
Die Klimaschutzstrategie solle einen Systemwandel zum Ziel haben. Dies betreffe ein breit gefächertes Feld in Verwaltung und Gemeinde von der Beschaffung über Bildungseinrichtungen bis zum Freizeitzentrum Hardtsee, so Castellano. Die Konzeption werde dabei parallel zu der Umsetzung von Maßnahmen erfolgen. Schließlich befinden sich Deutschland und seine Kommunen unter Zugzwang. Dies liegt auch in der aktuellen weltpolitischen Situation begründet. Die russischen Kürzungen der Gaslieferungen stellen die Energie- und Wärmeversorgung in Frage. Umso dringlicher ist es aktuell Gas für den kommenden Winter einzusparen. Auch hier hat die Gemeindeverwaltung Ubstadt-Weiher erste Maßnahmen umgesetzt und Vorkehrungen für verschiedene Szenarien getroffen. Beispielsweise wurde der Warmbadetag im Hallenbad in Ubstadt gestrichen und die Wassertemperatur reduziert.