Gesangverein Stettfeld feiert großes Jubiläum – Männerchor mit Zelter-Plakette ausgezeichnet

Sein 100-jähriges Bestehen feierte am Sonntag der Gesangverein Frohsinn Stettfeld mit einer Ehrungsmatinee in der Stettfelder Mehrzweckhalle. Nur zweimal musste in dieser Zeit der Chorbetrieb eingestellt werden – einmal während des Zweiten Weltkriegs und nun wegen der Corona-Pandemie. Im Jahr 1921 als reiner Männerchor gegründet, zeichnet sich der Verein mittlerweile durch eine Bandbreite an verschiedenen Formationen aus, die am Sonntag ihr musikalisches Können unter Beweis stellten.

Gefeiert werden insgesamt 220 Jahre Chorgesang in Stettfeld, so die 1.Vorsitzende Marita Kröll. Der Kinderchor „Römerlerchen“ enstand vor 50 Jahren. Diese Öffnung für neue Formationen innerhalb des Chors, brachte auch einen Frauenchor, die Formation „S!ngsation“ und den Jugendchor hervor. Damit stieg auch die Zahl der Mitglieder und neben dem traditionellen Liedgut fand auch moderne Musik ihren Einzug in die Vereinskultur. In Konsequenz zur Öffnung und Neuausrichtung änderte der Verein 2010 seinen Namen von Männergesangverein in Gesangverein.
Anwesend waren zahlreiche geladene Gäste, wie der Präsident des Chorverbands Bruchsal, Emil Zimmermann, und langjährige Begleiterinnen und Begleiter des Vereins. Unter diesen waren auch verdiente Mitglieder, die für ihr Engagement geehrt wurden, sowie der ehemalige Vorsitzende Wolfgang Herzog, der an diesem Tag zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde.
Ein weiteres Highlight der Jubiläumsmatinee erfreute Marita Kröll und alle weiteren Sängerinnen und Sänger ganz besonders: In Vertretung von Bürgermeister Löffler und im Auftrag des Bundespräsidenten überreichte Bürgermeisterstellvertreter Axel Wermke die Zelter-Plakette des deutschen Chorverbands. Sie ist die höchste deutsche Auszeichnung für Amateurchöre, „die seit mindestens 100 Jahren ununterbrochen musikalisch wirken und sich in langjährigem Wirken besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes und damit um die Förderung des kulturellen Lebens erworben haben“, ist in den Statuten zu lesen.